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Vier gewinnt!

 

Am Samstag den 6.6. konnten sich unsere viereinhalb Mädels zwar nicht gegen Erfurt durchsetzen. Gegen die deutlich älteren Gegner und aufgrund der äußeren Umstände, hat sich diese Niederlage in der Kadettenliga allerdings angefühlt, wie ein Sieg. 

Als zweites Team der LadyBaskets Jena gegen das erste und ältere des BC Erfurt, war man im Hinspiel noch mit 101:29 unterlegen. Da man kurzfristig auf eine Anzahl von fünf Spielerinnen geschrumpft war und die hohen Temperaturen kannte, war man somit etwas auf Schadensbegrenzung aus, wollte einfach nur Spaß haben, um ein schönes und letztendlich erfolgreiches Saisonende zu feiern. Immerhin landete man als eines der, wenn nicht sogar „das“ jüngste Team der Liga in der oberen Abschlussgruppe der Liga, verlor gleichzeitig kein einziges Spiel in der mittleren/unteren Gruppe.

Obwohl nur fünf Spielerinnen zur Verfügung standen, begann man mit einer Presse. Nachdem den Gästen trotzdem die ersten drei Körbe gelangen, hätte die Motivation schnell im Keller sein können. Aber nein, das Team kämpfte sich zurück, presste weiterhin, bewies sich selber, dass der übermächtig erscheinende Gegner auch einfache Fehler begeht oder sich in überstürzten Aktionen verliert, wenn man nur bereit war, Druck aufzubauen. In der Verteidigung stimmte die Arbeit, aber zweite, dritte und vierte Wurfchancen wurden zu viele an den Gegner abgegeben, was auch auf die körperliche Überlegenheit der Mädels aus Erfurt zurückzuführen war. Selber stimmte die Aggressivität. Man gelangte immer wieder an die Line, konnte allerdings nur einen von neun Freiwürfen verwandeln. Das Viertel endete mit 9:16, einem Ergebnis, mit dem man sich wirklich zufrieden zeigen konnte.

Mit Viertelende hatte sich Luise Knaden leider an den Bändern verletzt. Da sie getaped werden musste, plante man nun eine Vier-Spielerinnen-Zonenverteidigung einzusetzen. Da die Erfurterinnen aber freundlicherweise auch eine Spielerin vom Feld nahmen, um Vier gegen Vier zu spielen (vielen Dank an das Erfurter Team und Trainerin Antonia Schönau!), war dies gar nicht nötig, weshalb man zurück auf Mann-zu-Mann-Verteidigung wechselte. Die Aufbauspielerin, welche bis dahin durch aggressive Verteidigung und schnelle Tempovorstöße den Rhythmus des Spieles prägte, kehrte aufs Spielfeld zurück, nur um sich am anderen Bein eine nun schlimmere Verletzung zuzuziehen. Ein Weiterspielen war nicht mehr möglich und so hieß es ab diesem Zeitpunkt endgültig nur noch acht Spielerinnen auf dem Feld zu belassen. Das bislang gegebene Bild des Spieles setzte sich fort. Erfurt dominierte die Bretter und punktete vor allem durch Abstauber und Körbe aus dem Post. Jena spielte schnell und mutig, ließ den Ball gut laufen. Vor allem Lea Daffinger fand immer mehr ins Spiel. Mit einem weiterhin sehr zufriedenstellenden 19:32 ging es in die Pause.

Man wartete regelrecht auf das konditionelle Einbrechen, musste sich dieses doch mit Vier Spielerinnen ohne Wechsler irgendwann bemerkbar machen. Nicht in diesem Viertel! Nein, es sollte sogar das Beste des Spieles werden. Zwar gelangen Erfurt hier 25 Punkte, da zwar die gute Verteidigung um „Quasi-Torwart“ Selina Poller hielt, man aber oft im Rebounding scheiterte. Allerdings gelang Tempogegenstoß um Tempogegenstoß. Schöne Passstafetten, meist über Flügelspielerin Anika Ixas hin zu Lea Daffinger, endeten immer wieder in guten, schnellen Körben. Lea war über die mittleren zwei Viertel für insgesamt 22 der 29 Jenaer Punkte verantwortlich, erzielte diese aber immer aus dem Zusammenspiel des ganzen Teams heraus. 

Mit einem Stand von 39:57 ging es somit ins Schlussviertel, einem Zwischenstand, den man sich vorher in den kühnsten Träumen nicht ausmalen konnte.

Man erwartete immer noch den großen Einbruch, aber durch Auszeiten zum richtigen Zeitpunkt und der Kampfgeist der Mädels, konnte dieser weiterhin verhindert werden. In der Verteidigung war man inzwischen zwar einen Schritt langsamer, aber nach vorne wurde weiter mutig gespielt. Die nun als Aufbauspielerin eingesetzte Anika Vogt organisierte das Spiel gut, blieb dabei aber auch selber aggressiv, wie ihre vier Punkte im Schlussviertel beweisen.

Mit 49:83 war Erfurt ein verdienter und sympathischer Gewinner, unsere Mädels aber mindestens genauso glücklich. Ein hart erkämpftes und verdientes Glück. Kompliment an die fünf Spielerinnen für ein Spiel, welches man gerne in Erinnerung behält und welches einen schönen Schlusspunkt unter die Saison setzt.

Für die LadyBaskets spielten: L. Daffinger (24 Punkte), S. Poller (12), A. Ixas (8), A. Vogt (5) und L. Knaden

 


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